Raum für kommende Bücher
Noch ist dieses Regal überschaubar gefüllt:
Vor vielen Jahren sind drei Texte von mir in einer Anthologie erschienen – seither ist viel geschrieben, verworfen, neu begonnen und vertieft worden. Manuskripte sind entstanden, Geschichten haben ihre Form gesucht, Figuren ihren Atem gefunden.
Ich verstehe Schreiben als einen langsamen, wachsenden Prozess. Texte dürfen reifen, sich verändern, ihren eigenen Klang entwickeln – bis sie bereit sind, ihren Weg zwischen Buchdeckel und Leserschaft zu finden.
Dieser Bereich darf also wachsen. Er ist offen für die Bücher, die entstehen wollen.
Parallel dazu pflege ich meine öffentliche literarische Präsenz: Auf meinem Hörmärchenkanal finden Geschichten bereits ihr Publikum, Resonanz entsteht, und eine wachsende Zuhörerschaft begleitet meine Arbeit. Dieser Dialog mit Hörer:innen und Leser:innen ist mir wichtig – er hält das Erzählen lebendig und verankert es im echten Gegenüber. Das Schreiben ist für mich kein Neubeginn, sondern eine Bewegung, die sich über viele Jahre vorbereitet hat. Noch teile ich meine Zeit zwischen beruflicher Tätigkeit und literarischer Arbeit – doch der Raum für das Schreiben wird größer werden.
Dem Erzählen soll mehr Zeit gehören, mehr Tiefe, mehr Atem.
Ich freue mich darauf, wenn sich diese Seite nach und nach mit Buchveröffentlichungen füllt.
Kinder sind die besten Kritiker.
Denn sie zeigen sofort und unmissverständlich, ob sie sich langweilen – oder ob sie wirklich berührt sind.
Stehen Münder offen, wandert der Blick durch Menschen und Gegenstände hindurch in die Welt des Erzählten, liegen Hände ruhig im Schoß oder auf der Bettdecke, statt am Kaugummi zu ziehen oder das Nachbarkind zu piesacken, dann hat eine Geschichte ihr Ziel erreicht. Sie stillt Wissbegier, bringt zum Nachdenken, weckt Empörung und Mitgefühl – und eröffnet neue Wege im Umgang mit Konflikten.
Wenn sie dabei auch noch unterhaltsam geschrieben und lebendig erzählt wird, öffnet sich jener leise, geheimnisvolle Weg nach innen – dorthin, wo Geschichten uns verändern dürfen.
Sabine Roßmann heißt heute Sabine Matheis.
Veröffentlichungen
Unter meinem früheren Namen Sabine Roßmann sind in der Anthologie Dich zu lieben – Frieden und Gerechtigkeit drei Texte von mir erschienen:
„Bomben statt Brot“ (S. 79), „Ethik im Wandel“ (S. 120) und „Krieg aus ›gutem‹ Grund“ (S. 108 f.).
Mein Gedicht „Das Wort“ wurde 1999 im Rahmen einer Ausschreibung der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte ausgezeichnet und unter den prämierten Beiträgen veröffentlicht.
Eine geplante Buchveröffentlichung des Kindertextes „Die kleine Hummel Hannibal“ kam seinerzeit nicht zustande, nachdem der ursprünglich vorgesehene Illustrator ausfiel und das Projekt seinen Faden verlor.