Die kleine Hortensie

© Sabine Matheis, alle Rechte vorbehalten.
Märchen aus meiner Reihe Blumenmärchen - Geschichten aus der leisen Welt


Es war einmal eine kleine Hortensie.  Wisst ihr, was eine Hortensie ist? Und wofür sie auf der Welt ist? 
Nein?
Nun gut! Dann will ich es euch sagen: 

 

Eine Hortensie ist ein hübscher, buschiger Gartenstrauch. Einer der schönsten Sträucher, die es auf der ganzen, großen Welt gibt. Sie zeigt von Juni bis weit in den September hinein die schönsten, dicksten Blütenbälle, die die Welt je gesehen hat – WENN sie an einem Ort steht, der gut für sie ist. Und nur ein weiser Gärtner weiß, wo das ist. Und der weiß auch, wofür sie gut ist. 

Zuallererst soll sie den Menschen ein wunderschöner Anblick sein – besonders dann, wenn ein Mensch mal Kummer hat. Dann soll sie diesen Menschen mit ihrer Schönheit an heißen Sommertagen in den lichten Schatten locken, damit er sich erfrischen und wieder aufrichten kann. Und dann soll sie an besonders heißen Sommertagen mit ihrem dichten Blätterwerk sich und anderen Planzen helfen, den feuchten Boden unter ihr vor dem Austrocknen zu bewahren. Denn eine Hortensie hat stets großen Durst. So kann sie sich vor allem auch selbst helfen, das Wasser unter ihr im Boden zu halten, um sich daran zu laben, wann immer sie Durst bekommt. 

 

Doch so eine Hortensie kann auch sehr heikel sein - ein kleines dummes Ding, das viel zu scheu und auch zu furchtsam in der wunderbaren Welt steht, die vom großen Schöpfergeist vor allem für die Lebenslust und Heiterkeit erdacht worden ist. 
Und von so einem kleinen, dummen Ding, dass der großen Schöpferkraft nicht so recht vertrauen konnte, ja nie von ihr jemals etwas gehört hatte, erzähle ich dir eine wahre Geschichte. 

  

Die kleine Hortensie stand in der Ecke eines uralten Gartens unter einer hohen Tanne, ganz eng zwischen einem Holunderstrauch und einem alten, mächtigen Rhododendron versteckt. Eigentlich war sie ganz zufrieden mit ihrem Dasein und dachte sich: 

„Nur gut, dass ich hier stehe. Da kann mir nicht allzu viel geschehen.“ 

 

Jedes Jahr freute sich die kleine Hortensie, einmal im Sommer erblühen zu können. Ihre Blüten waren zwar kümmerlich und klein, sehr kümmerlich und klein sogar, doch wusste sie nichts davon. Sie war mit ihrem bescheidenen, dürftigen Blütenschmuck aus verblichen scheinenden, hellblauen Blütenbällchen und ihrem dürftigen Blätterkleid zufrieden. 

 

Eines Tages aber wechselte der Garten seinen Besitzer und ein aufmerksamer Gärtner nahm sich seiner an. Er entdeckte die kleine Hortensie und dachte bei sich: 

„Sie steht in so magerem, hartem Boden und führt ein einsames, trauriges Schattendasein in dunklem Winkel. Ich werde ihr einen besseren Boden an einem helleren und luftigen Ort vorbereiten.“ 

 In einer lichten Ecke des Gartens bereitete er einen lockeren Boden, versetze ihn mit viel gutem Humus und setzte die kleine Hortensie dort hinein. 

Die aber war so erschrocken von ihrem plötzlichen Umzug, dass sie traurig ihre blassen Blätter hängen ließ und jämmerlich zu klagen anfing. 

 

Als der Gärtner ihr trauriges Blätterkleid am nächsten Tag sah, dachte er, sie wäre sehr durstig, gab ihr mildes Wasser zu trinken und schützte sie mit einem dünnen Tuch vor den ersten, ungewohnten aber doch zarten Morgenstrahlen der Sonne. 

Die Hortensie aber strafte diese Pflege mit trotziger Verachtung. Das tat sie jeden Tag, an dem der Gärtner nach ihr sah und sie goss, vor allem wenn der Regen ausblieb und er ihr die welken Blütenblätter behutsm von den Ästen zupfte, damit sie keine unnötige Last tragen musste. Den ganzen Sommer über hing das Blätterkleid gelb und schlaff an ihr herunter, denn sie weinte in ihrem Pflanzenherz bittere Tränen. 

Aber der geduldige Gärtner wollte sie noch nicht aufgeben. Er dachte bei sich: „Ich will sie noch stehen lassen und sehen, ob sie sich nicht doch noch einleben kann.“ 

 

Indessen nahte schon der Winter, und viele Pflanzen fürchteten sich davor. Nur die kleine Hortensie freute sich darüber. 
„Gott sei Dank!“, dachte sie. "Diesen Winter werde ich wohl kaum überleben. Ach, wenn dieser Winter doch sehr hart und kalt werden würde! Dann wär’s schnell vorbei mit mir.“ 

Nachdem sie sich ihres mageren Blätterkleides entledigt hatte, schlief sie voller Bitternis seufzend ein. 

 

Und in der Tat kam der Winter mit Macht und klirrender Kälte. 

Der Gärtner legte eine warme Decke um sie herum, damit sie vor den scharfen Stürmen und den schneidenden Frösten geschützt war. So schlief sie den ganzen Winter hindurch einen traumlosen Schlaf und spürte sich nicht. 

 

Im darauf folgenden Frühjahr kitzelten die ersten Sonnenstrahlen die kleine Hortensie wach. 

Verwirrt schlug sie ihre Augen auf und wärmte sich zaghaft an den ersten, milden Strahlen der Frühlingssonne. Rings um sie herum roch es würzig zart nach neuem Leben, und alles um sie herum fing im März zu grünen und zu blühen an. Bei diesem Anblick schien sie all ihre Not und ihren Kummer vom letzten Jahr ganz und gar vergessen zu haben. Gähnend erwachte sie und streckte ihre Wurzelspitzen weit in dem lockeren Erdreich von sich, um ihren großen Hunger stillen zu können. 

 

Das Frühjahr ging und wechselte in den Sommer. Die Hortensie entdeckte endlich all die Schönheit, die es in diesem Garten gab und die sie vorher nie gesehen hatte. Da besann sie sich und dachte: 

„Nun werde ich bald ebenso herrlich erblühen wie all die anderen Blumen, Bäume und Sträucher auch.“ 
Sie begann sich sogar zu freuen und kannte nur noch ein einziges Ziel: viel schöner zu erblühen als all die anderen Pflanzen, welche sie jetzt in ihrer Nähe sehen konnte. 

 

Aber so sehr sie sich auch anstrengte, brachte sie doch den ganzen Sommer über keine einzige Blüte zustande. Ja, sogar ihre Blätter hingen noch im Juli blassgrün, zuweilen gelb und schlaff an ihr herunter. Langsam färbte sich bereits das Blattwerk der Bäume wieder und die Herbstsonne malte ganz besonders kräftige, leuchtend gelbe, orangene und sogar rote Farben auf die Blätter der Bäume und Sträucher. Nur der alte Rhododendron und die mächtigen Tannen, die blieben kraftvoll grün wie das ganze Jahr. 
Mit Widerwillen bemerkte die Hortensie all die bunten Blätter, die aus der Höhe herab lautlos wankelnd zur Erde schwebten und sich mahnend um sie herum verteilten. Dünne Nebelschleier senkten sich bereits über das herbstfeuchte Gras und kündigten flüsternd den nahenden Winter an. Erblühlt war sie auch in diesem Jahr nicht mehr.

 

Die kleine Hortensie jedoch begann wieder zu verzweifeln. 

„Wofür soll ich überhaupt gut sein?! Wofür bin ich denn nur auf dieser Welt, da ich nicht mehr blühen kann?! Ach, wäre ich doch noch bei Mutter Tanne und Vater Rhododendron.“ 

 Mutlos gab sie der Natur des Herbstes nach und überließ ihm traurig ihr mageres Blätterkleid. Als sie dann so nackt und bloß da stand und in ihrer Verzweiflung so entsetzlich fror, legte der bedachte Gärtner wieder die warme, dicke Decke über sie. 

 

Im Schutze der Dunkelheit wünschte sie sich abermals nichts sehnlicher als ihr Ende. Die vergeblichen Anstrengungen des Sommers, an ihren Astspitzen Blüten zu treiben, hatten die kleine Hortensie sehr müde und traurig gemacht. 

Als die ersten zarten Schneeflöckchen leise knisternd auf ihre Decke rieselten, kam ihr endlich der lang ersehnte und tröstende Schlaf. 

 

Dieser Winter aber übertraf alles, was es bisher an Wintertagen im Leben der kleinen Hortensie gegeben hatte. Frostklirrende Polarwinde peitschten über das nackte Land hinweg und brachten Unmengen an schwerem Schnee und brennendem Eis mit sich. Die gesamte Natur litt in diesem Winter große Not. 

Der liebe Gärtner schützte alles so gut er konnte mit Decken und einer dicken Schicht Stroh. 

Auch die kleine Hortensie bekam eine extra dicke Portion Stroh unter ihre Decke gestopft. 

 

Ein dicker Igel und eine kleine Maus suchten hungernd und frierend Schutz bei ihr und gaben der kleinen Hortensie so noch ein wenig von ihrer eigenen Wärme. Auch viele kleine Krabbeltiere - Käfer, Spinnen und allerhand Läuse - gesellten sich dazu und suchten bei ihr Schutz in der wohligen Wärme des Strohs unter der Decke. 

 

Doch auch der schärfste, längste und mächtigste Winter muss eines Tages der wechselnden Natur gehorchen. Widerwillig wich er dem Frühling und überließ der hereinbrechenden Frühlingssonne endlich ihren Platz. 

Und nun brachen all die zarten Schneeglöckchen, zahllose Schlüsselblumen, duftende Krokusse, reinweiße Buschwindröschen - all die Knospen an den Büschen und Bäumen mit großer Macht hervor, und sie verströmten unerschöpflich ihren lieblichen, süßen Duft. 

 

Als der Igel und das Mäuschen die schützende Behausung nicht mehr benötigten, dankten sie der schlafenden Hortensie und zogen freudig in die erwachende Welt hinaus. 

 

Jetzt erschien auch der Gärtner wieder, zog besonders behutsam die Decke von der kleinen Hortensie herunter und entfernte sorgsam das Stroh aus ihrem noch nackten Gezweig. 

Verschlafen blinzelte sie in einen noch kühlen aber klaren Frühlingsmorgen hinein. Ihre erwachenden Sinne füllten sich mit dem berauschenden Duft der Wiesen und Wälder, die der milde Frühlingswind wie mit Absicht zu ihr herüber trug.  Freundlich und sanft strich er mit unsichtbarer Hand über ihre dünnen Triebe und Zweige. 

Auch die ersten zarten Strahlen der Sonne schrieben behutsam die Botschaft des Lebens auf ihre spindeldürren Äste. 

Zögernd nahm sie diese Wärme in sich auf und lauschte dem fröhlichen Gesang der Vögel. 

 

Aber sogleich wurde sie wieder sehr traurig. 

„Warum bin ich denn nur aufgewacht?“, dachte sie. „Ach, wäre ich doch in meinen Träumen geblieben. Dort, wo ich bei Mutter Tanne und Vater Rhododendron stand und neben meiner Schwester Holunder so wunderschön geblüht hatte.“ 

Und der Anblick all der Schönheit um sie herum begann sie wieder zu quälen. 

 

Doch ihre Schmerz wurde so groß, dass sie irgendwann aufgab, darüber nachzudenken, wo sie am liebsten wäre, wie sie sein und wie sie aussehen wollte. 

So nahm sie sich vor, das Leben einfach nur noch an sich vorüber ziehen zu lassen, und sich nicht weiter um ein fehlendes Blütenkleid zu scheren.  Sie wollte nur noch essen, trinken und den Vögeln lauschen; sie wollte den Wind auf ihren austreibenden Blättern spüren und sich in den herabfallenden sanften Strahlen der Morgen- und Abendsonne baden, den luftigen Schatten in der Mittagshitze genießen, sich im warmen Sommerregen von Staub und Hitze befreien und sich ansonsten um nichts mehr kümmern. 

 

Das Frühjahr begann in diesem Jahr nicht nur ungewöhnlich früh, sondern diesmal auch sehr warm. Es wurde mitunter so heiß, wie es nur an einem schwülwarmen Julitag möglich war. Und auch der Regen ließ sich im April nur selten auf die dürstende Erde niederfallen. 

Aufmerksam sorgte der Gärtner dafür, dass auch kein Strauch, kein Baum und keine Blume Durst zu leiden hatte. Jeden Morgen füllte er reichlich Wasser in viele Gießkannen und Eimer und ließ es in der Sonne stehen, damit es sich erwärmte. Dann, wenn die Sonne am Abend tiefrot den Horizont berührte, goss er die dürstenden Pflanzen mit angewärmten Wasser, damit sie sich nicht erschreckten. 

 

Unter den dichten Zweigen der Hortensie fand sich auch das Mäuschen vom Winter ein. Es suchte nun einen kühlen, schattigen Platz, um sein Nest darunter zu bauen und seine Jungen darin großziehen zu können. 

 

So hatte die kleine Hortensie so allerhand Kurzweil während dieses Sommers. Denn bei Familie Maus gab es immer etwas zu erleben und zu beobachten. 

Einmal rettete sie sogar das Leben der jungen Mäusefamilie. Als eine große, schwarze Katze um sie herumstrich, zog die kleine Hortensie plötzlich ihr saftig grünes, kräftig dichtes Blätterkleid so eng an sich heran, dass die Katze die junge Mäusefamilie nicht entdecken konnte. Außerdem erschien daraufhin sogleich der Gärtner. Denn der dachte, die kleine Hortensie würde Durst leiden, weil ihr Blätterkleid so schlaff an ihr herunter hing. Sofort holte er die Gießkanne und gab ihr reichlich warmes Wasser. Daraufhin floh die Katze natürlich. Denn wie alle Katzen hasste auch sie es, nass zu werden. Den Mäusen machte das aber nicht aus. 

 

Und wenn es dann Tage gab, an denen es sehr heiß war, oder es sehr stark regnete, spreizte die Hortensie ihre Blätter weit von sich ab, um der Mäusefamilie genügend Schutz vor der sengenden Sonne oder den heftig schlagenden Regentropfen oder dicken Hagelkörnern geben zu können. 

 

Irgendwann, an einem wunderschönen Maitag, wurde die Hortensie eines Morgens durch ein eigenartiges Kribbeln, Krabbeln und Kitzeln geweckt. Das müsst ihr euch so vorstellen, wie bei euch - wenn ihr euch auf euren Geburtstag freut und es im Bauch so richtig schön kribbelt vor lauter Freude. 

Eine Hortensie bemerkt sowas zuerst in den Spitzen ihrer Wurzeln. Ganz langsam kriecht die Freude wie eine Schar Ameisen in sie hinein, zuerst an ihren langen Wurzeln entlang und dann an ihren dick gewordenen Ästen hoch, um sich schließlich in den Spitzen ihrer Zweige zu sammeln. Gefühle freudigster Erwartung tanzten ihrem Gezweig  - wie tausend Schmetterlinge. Nur dass die kleine Hortensie, anders als bei Menschenkindern, noch nicht wusste, warum sie sich so freute. 

 

Nach einigen Tagen erkannte sie - ganz plötzlich - dass sie tatsächlich an jedem ihrer Zweigenden klitzekleine Blütenknospen angesetzt hatten. 
Sie hatte ihre Fähigkeit erblühen zu können also doch noch nicht verloren. 

 

Jeden Tag, den der Schöpfer jetzt werden ließ, jubelte sie und freute sich. Am Morgen erwachte sie voller Spannung, um zu sehen, wie sich ihre zarten Knospen immer mehr in knubbelige Knötchen und schließlich in dicke, schwere Knoten verwandelten. Aus den Knoten wurden breite, aufgeblähte Kuppen. Und eines Tages wurden aus diesen Kuppen schließlich starke, riesengroße Blütenbälle, die vom reinsten Weiß übers zarteste Rosa vom tiefsten Violett bis zum kräftigen Blau weit und in verschwenderischer Fülle durch den Garten leuchteten. Nur selten kann eine Hortensie in so vielen Farben blühen. 
Diese Hortensie aber konnte es! 
Als würde sie allen anderen Hortensien sagen wollen, wie schön das Leben ist und das eben doch so vieles möglich ist. 

Der Abendwind trug die fröhlich-bunte Kunde ihrer Blüten weit ins Land hinein und verbreitete so die Botschaft von der glücklichen Hortensie auch bei den Menschen, die dann so gerne bei ihr stehen blieben, sie bewunderten und sich an ihrem Anblick erfreuten. 

 

Die Hortensie aber dankte dann im Abendkonzert der Vögel für jeden Tag, den ihr Schöpfer werden ließ, und konnte übermütig vor Freude den nächsten kaum erwarten. 

Als der Sommer aber seinen Höhepunkt erreicht hatte, wunderte sich die kleine Hortensie sehr. Denn nun kamen viele Leute, hielten verzückt am Gartenzaun an, winkten den Gärtner herbei und bewunderten die Hortensie sehr.

„Diese herrliche, gewaltige Blütenpracht!", so riefen sie, so etwas habe die Welt noch nicht gesehen! 

"Gartenmeister?“, fragen sie, wie habt ihr das gemacht?“ 

Der lächelte und sagte: „Das hat sie ganz allein getan. Ich habe ihr nur gegeben, was ihrer Natur entspricht!“ 

Die Menschen staunten und erfreuten sich am Anblick der prächtigen Hortensie und den bunten Farben, die sie in üppiger Großzügigkeit weit über den Gartenzaun hinweg in die Landschaft strahlen ließ. 

 

Als die ersten Nebelschwaden dann irgendwann wieder übers Land zogen und leise wispernd den Herbst ankündigten, legte sie diesmal dankbar ihr kräftiges Blätterkleid ab und schlief überglücklich und voller Erwartung auf das nächste Jahr ein. 

Sogar die Blüten, deren Farben sich mittlerweile in die pudersamtigen Töne des Herbstes verwandelt hatten, waren so kräftig geblieben, dass sie fest an ihren Zweigenden hafteten und noch lange in den Winter hinein von der Pracht und der Freude des vergangenen Sommers zeugten . 

Die glückliche Hortensie war in diesem Sommer aber so groß und so kräftig geworden, dass sie den Schutz einer dicken Decke nicht mehr benötigte. Unter ihre Zweige, in ihr reichlich abgefallenes Laub hinein, gesellten sich wieder der Igel und die ganze Mäusefamilie. 

Und alle träumten sie zusammen einem glücklichen, langen Sommertraum.